Jahresabschluss mit Ehrungen

Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Rosalinde Niedermeier

- Weihnachtsfeier der Marktgemeinde – Umrahmung durch die Koferer Sänger –

 

In einem festlichen Rahmen fand sich das gesamte Personal des Marktes Mallersdorf-Pfaffenberg sowie der Marktgemeinderat samt Ortssprecher kürzlich zur Weihnachtsfeier im Gasthaus „Zum gemütlichen Treff" ein, bei der man auch Bilanz vom fast abgelaufenen Jahr zog. Eine besondere Note erhielt der Abend durch die Umrahmung durch die Koferer Sänger und die Ehrung für Rosalinde Niedermeier. Sie erhielt das Ehrenzeichen von Ministerpräsident Söder für Verdienste im Ehrenamt.

Nach dem Abendessen bildeten die Koferer Sänger (Heinrich Holz, Sepp Holz, Gustl Müller und Karl Diermeier sowie Werner Stuber an der Zither)mit dem Herbstlied „Am Lindenbaum" den Auftakt der besinnlichen Stunde, bevor Walter Barth eine wahre Ministrantengeschichte aus Upfkofen vortrug, bei der es um die Heizung am ersten Advent vor 50 Jahren ging. Als das „Rorate" der vier Sänger erklang, machte sich eine geradezu andächtige Stille im Saal breit. Das Gedicht „D´Frau Meier in der Christmettn" war prädestiniert für  Ortssprecherin Cornelia Hapfelmeier.  Das Lied „Vor mir brauchts di net fürchtn" handelte von einem Engel, der die frohe Botschaft überbrachte. Marktgemeinderat Robert Rauch erzählte in seinem Gedicht von der Frage des kleinen Maxl „Wer wohnt´n in der Kircha drin?". Ganz erhebend war wieder das Lied „In Nacht und Dunkel" der Koferer Sänger. Lisa Sämann mit dem Vers „Der Advent ist die schönste Zeit" folgte und von früheren Zeiten handelte das Gedicht „Woastas no" von Elisabeth Keck, welches sehr harmonisch von Werner Stuber mit der Zither begleitet wurde.  „Da Hauswirt" und „Wer geht da in der Nacht ?" waren die weiteren Liedbeiträge des Männergesangs und Kathrin Amann mit „Ich wünsche euch zur Weihnachtszeit" sowie Heidi Luginger mit dem Gedicht „Es wird weihnachtlich" wiesen auf die Bedeutung des größten Festes im Jahreslauf hin. Zwischen den beiden bekannten bayerischen Volksweisen „Jetzt fangen wir zu Singen an" und „Als Maria übers Gebirge ging" trug Margit Dobmeier das nachdenkliche Gedicht vom „Innehaltn" vor.

 

Einige personelle Veränderungen.

1. Bürgermeister Karl Wellenhofer sagte in seiner Weihnachtsansprache u.a., dass diese Feier ein kleiner Dank für die Eingeladenen ist für deren Arbeit das ganze Jahr über. Er meinte zudem, dass man den Eindruck gewinnen kann, als ob die Arbeit jedes Jahr mehr werde. Wellenhofer zeigte sich froh darüber, dass der Markt vor großen Unglücksfällen verschont blieb und drückte seine Freude darüber aus, dass Kämmerer Peter Hartl nach seinem Unfall wieder genesen ist. Das „Personalkarussel" hat sich auch 2018 kräftig gedreht. 29 Beschäftigte sind neu dazu gekommen und 18 Personen haben den Markt verlassen. Bürgermeister Wellenhofer stellte einige der Neuzugänge vor und sagte fest, dass man aktuell 108 Bedienstete aufweist. Mit einem Blumenstrauß ehrte der Bürgermeister Geschäftsleiterin Monika Stadler für die Doppelbelastung, weil sie über Monate Kämmerer Hartl vertreten hat. Ebenfalls Blumen gab es für Erzieherin Martina Baumgartner zur Geburt ihres Sohnes Leo. Ein kleiner Höhepunkt des Abends war schließlich die staatliche  Ehrung für die langjährige Leichenfrau Rosalinde Niedermeier. 1. Bürgermeister Karl Wellenhofer zitierte dazu aus der Laudatio von Ministerpräsident Markus Söder. „50 Jahre lang war Rosalinde Niedermeier bei Tag und Nacht, bei Wind und Wetter zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, um Angehörigen nach einem Sterbefall zur Seite zu sehen. Sie wickelte ab dem ersten Anruf, dass jemand verstorben sei, bis zur Beerdigung alles ab. Auch bei schwierigen Todesfällen, beispielsweise bei Verkehrsunfällen, stand sie auf bemerkenswerte Art und Weise den Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite" hieß es u.a. in dieser Würdigung. Anschließend erhielt Rosalinde Niedermeier unter dem Applaus der Gäste das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten sowie eine Urkunde und einen Blumenstrauß überreicht.

 

Einige Millionen Rücklage.

In seinem folgenden Jahresrückblick ging Bürgermeister Wellenhofer auf die diesjährige Abwicklung von über 130 größeren und kleineren Projekten ein. Die finanzielle Ausstattung mit einer Rücklage von über 9 Millionen Euro und einem reduzierten Schuldenstand auf unter 600.000 Euro bezeichnete er als sehr positiv. Damit wurde ein gutes Polster für die geplanten großen Maßnahmen der nächsten Jahre geschaffen.

Personalratsvorsitzender Walter Barth  streifte in seiner Rede u.a.  den Generationswechsel in der Verwaltung . Er sagte zudem: „Bewährtes erhalten, dennoch fortschrittlich denken und für die Zukunft gestalten" - nach diesem Motto wird unsere Heimatgemeinde attraktiv, lebens- und liebenswert bleiben.

2. Bürgermeister Dr. Johann Kirchinger blickte zurück auf die letzten Monate und meinte, dass eine nicht enden wollende Reihe an Problemen zu lösen war. Der Bürger tritt ja an den Markt in der Regel nur dann heran, wenn etwas nicht passt. Deshalb erfordert die kommunalpolitische Arbeit – sei es die hauptamtliche in der Marktverwaltung und die ehrenamtliche im Marktgemeinderat - besonders starke Nerven und eine stabile Psyche, um nicht in Pessimismus zu verfallen und sich den Optimismus zu bewahren. Allein eine optimistische und fröhliche Grundeinstellung erlaubt uns konstruktive Arbeit für die Gemeinde. Ein wehleidiger Blick zurück in die Vergangenheit, so Dr. Kirchinger, bringt uns nicht weiter. Früher war nichts besser, war seine Meinung, aber alles anders. Am Ende dankte er allen für die Zusammenarbeit und sagte, dass im neuen Jahr wichtige Entscheidungen anstehen, die viele Diskussionen und viel Arbeit erfordern, die aber die Gemeinde sicher in eine bessere Zukunft führen. Das gemeinsam gesungene „O du fröhliche" rundete die gelungene und zudem besinnliche Feier ab.

Ehrung für drei Damen: Erster Bürgermeister Karl Wellenhofer zusammen mit Martina Baumgartner, Monika Stadler und Rosalinde Niedermeier (von links).

Die Koferer Sänger gestalteten die Weihnachtsfeier der Marktgemeinde mit traditionellen Adventsliedern.