Superior Gottfried Dachauer dankte beim Empfang im Kloster für das gute Miteinander. Auf dem Bild sind zu sehen (von links): Marktgemeinderat Thomas Stadler, Bezirksrat Franz Schreyer, Ruth Wellenhofer, Bürgermeister Karl Wellenhofer, Superior Gottfried Dachauer, 3. Bürgermeister Martin Kreutz und Landtagsabgeordnete Ruth Müller.

 

 

Enge Verbundenheit zwischen Kloster und Marktgemeinde herausgestellt

- Empfang der Ordensleitung – Rückblick auf das Jubiläum 2019 –

 

Traditionell geht dem politischen Neujahrsempfang des Marktes Mallersdorf-Pfaffenberg alljährlich ein separater Empfang des Klosters für die Vertreter der Politik, den Marktgemeinderat und  den Referatsleitern der Marktverwaltung voraus. Diesmal blickte man zufrieden auf das 150-jährige Jubiläum der Armen Franziskanerinnen im abgelaufenen Jahr zurück und betonte die enge Verbundenheit zwischen Kloster und Markt.

Vor dieser Begegnung fand wie in den letzten Jahrzehnten auch ein feierlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes statt, und zwar für alle verstorbenen Bürgerinnen und Bürger sowie Ehrwürdigen Schwestern des Marktes.

 

Der Mallersdorfer Kirchenchor unter der Leitung von Gerhard Justwan und Hans Kammermeier an der Orgel bot ein eindrucksvolles kirchenmusikalisches Erlebnis und besonders das „Kyrie", das „Benedictus" und das „Transeamus" sorgten für eine festliche Note. Untermalt wurden die jeweiligen Beiträge von Erwin Müller an der Querflöte.

 

In seiner Predigt zum Fest der „Erscheinung des Herrn", dem „Drei-Königs-Tag" ging Pater Michael Raj auf die Geburtskirche in Bethlehem ein. Der Eingang dazu ist sehr niedrig. Dies hat laut Pater Michael auch eine symbolische Bedeutung. Die drei Sterndeuter aus dem Osten hatten ihre Bequemlichkeit und Sicherheit aufgegeben und sich auf eine riskante Reise begeben. Zurückkommend auf den Eingang zur Geburtskirche meinte der Geistliche, dass dieser auch bedeuten könnte „Wer zum wahren König kommen will, muss auf Bequemlichkeit verzichten, muss sich klein machen". Wer sind die Menschen, die sich klein machen in der heutigen Zeit fragte Pater Michael und nannte beispielhaft alle diejenigen, die sich für andere einsetzen. Es sind Leute, die persönliche Opfer auf sich nehmen.

 

Im Johannissaal des Klosters empfing die Leitung der Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie die Gäste des Bayerischen Landtags, des Bezirks und des Landkreises sowie der Marktgemeinde.

 

Superior Gottfried Dachauer erinnerte in seiner Ansprache an den Herbst 2019, als man das 150-jährige Jubiläum des Einzugs der Mallersdorfer Schwestern, von Pirmasens kommend, feiern konnte. Es waren bewegende Veranstaltungen, vom Kirchenzug aus der Hofmark bis zum „Gebet durch die Nacht'" und dem schönen Konzert der Schulen. Auch auf den Ordensgründer Nardini ging der Superior ein. Wache Leute wie Paul Josef Nardini sind die Pluspunkte in der Kirche. Sie waren bereit, was zu tun, wozu der Staat damals nicht in der Lage war. Auch  die Wahl der neuen Generalleitung sprach der Superior an. Er dankte am Ende seiner Ansprache all denjenigen, die bereit sind, politische Verantwortung zu übernehmen. „Vor Ihnen habe ich hohen Respekt'" betonte Gottfried Dachauer und sagte am Ende 1. Bürgermeister Karl Wellenhofer ein herzliches „Vergelt´s Gott" für die gute Zusammenarbeit und die Tatsache, dass in seiner Amtszeit noch die Neugestaltung des Klosterberges und der Nardinistraße auf den Weg gebracht wurde.

 

In der anschließenden kurzen Ansprache gedachte 1. Bürgermeister Wellenhofer dem im Mai 2019 verstorbenen früheren Superior, Prälat Johann Staufer und erinnerte an eine amüsante Anekdote mit ihm beim Neujahrsempfang 2003. Der Bürgermeister gratulierte auch noch dem neuen Generalkapitel und stellte erneut heraus, dass das 150-jährige Jubiläum eine sehr würdevolle Feier war. Mallersdorf-Pfaffenberg wäre nicht so bedeutungsvoll geworden, wenn nicht vor 150 Jahre die Ehrwürdigen Schwestern gekommen wären, sagte er am Ende und drückte die Hoffnung auf ein weiterhin gutes Miteinander auch mit dem neuen Bürgermeister und Marktgemeinderat aus.

Ein Teil der Gäste beim Neujahrsempfang im Kloster.