ILE - Integrierte ländliche Entwicklung

Am 12. Februar 2014 trafen sich die Vertreter der Gemeinden Aholfing, Atting, Geiselhöring, Laberweinting, Mallersdorf-Pfaffenberg, Perkam und Rain in Geiselhöring, um den Zusammenschluss zur ILE Laber zu beschließen (ILE = Integrierte Ländliche Entwicklung). Hierbei handelt es sich um eine Arbeitsgemeinschaft, die dem Zweck dient, die Fähigkeiten und Ressourcen der einzelnen Gemeinden zu bündeln, um künftig effizienter arbeiten zu können. Konkret bedeutet dies, dass zum Beispiel Ausschreibungen und Beschaffungen gemeinsam getätigt werden oder teure Geräte gemeinsam beschafft und genutzt werden. Auch ist es möglich, einzelne Aufgabenbereiche der Kommunen durch eine Mitgliedsgemeinde zentral betreuen zu lassen.

Schon bisher hat die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedskommunen bestens funktioniert und es gibt bereits Beispiele für eine funktionierende Zusammenarbeit: der gemeinsam finanzierte Verkehrsgarten in Geiselhöring und das Geschwindigkeitsmessgerät, das vor einiger Zeit vom Markt Mallersdorf-Pfaffenberg und der Gemeinde Laberweinting gemeinsam angeschafft wurde oder an erster Stelle der Mittelschulverbund.

Wichtig ist dabei, dass es sich um einen losen Zusammenschluss der Kommunen in der rechtlichen Form einer Arbeitsgemeinschaft handelt. Jede Gemeinde bleibt vollkommen selbständig und kann im Einzelfall frei entscheiden, ob sie sich an einem Projekt beteiligt oder lieber einen eigenen Weg geht.

 

Hier finden Sie die Homepage der ILE Laber

 

Integriertes ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) für die ILE Laber

Die integrierte ländliche Entwicklung ist ein relativ neues Instrument der gemeindeübergreifenden Regionalentwicklung. Ziel ist es, die vielfältigen Interessen des ländlichen Raumes zusammenzuführen, Ökonomie, Ökologie und soziale Erfordernisse sollen durch umfassende Betrachtungen und Handlungsansätze miteinander vernetzt werden. Das Konzept zielt auf eine möglichst umfassende Berücksichtigung verschiedener Handlungsfelder ab, um den ländlichen Raum gleichzeitig als Lebens-, Arbeits-, und Erholungs- und Naturraum weiterzuentwickeln. Dabei sollen regionaltypische Eigenheiten besonders berücksichtigt werden, und es sollen regionalinterne Kräfte aktiviert und regionale Netzwerke aufgebaut werden. Die Handlungspläne berühren unter anderem Aspekte der Dorfgestaltung und Dorferneuerung, demografischen Entwicklung, Infrastruktur, Regionalplanung, landwirtschaftliche Flächen, Naturräume und Tourismus.

Die Erstellung eines ILEK ist Grundvoraussetzung für eine spätere Bereitstellung von Fördermitteln im Bereich der Interkommunalen Zusammenarbeit.

Die Stadt Geiselhöring hat im Rahmen der ILE Laber die Federführung bei der Erstellung eines integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) übernommen.

Radwegekonzept

Die ILE Laber hat in ihrer Sitzung vom 25.02.2015 entschieden, ein gemeinsames Radwegekonzept für die Mitgliedsgemeinden erstellen zu lassen. Die Federführung übernimmt hier der Markt Mallersdorf-Pfaffenberg. Es wurde bereits eine Zweckvereinbarung zur Durchführung geschlossen. Den Auftrag für die Erstellung des Konzeptes hat die MKS Architekten – Ingenieure GmbH aus Ascha erhalten.

Diese Erstellung des Radwegekonzeptes wird vom Amt für ländliche Entwicklung Niederbayern mit 75 % der entstehenden Kosten gefördert. Der Bewilligungsbescheid liegt bereits vor, so dass jetzt mit der konkreten Planung durch das Planungsbüro begonnen werden kann.

Auch die Gemeinden der ILE Nord 23 und der ILE Gäuboden haben mit der MKS Architekten - Ingenieure GmbH Verträge über die Erstellung eines Radwegekonzeptes abgeschlossen, so dass insgesamt auf dem Gebiet des Landkreises Straubing-Bogen ein aufeinander abgestimmtes Radwegenetz entstehen wird.

Konzept für ein ländliches Kernwegenetz

Parallel zum Radwegekonzept soll nun auch ein Konzept für ein ländliches Kernwegenetz erstellt werden. Dabei geht es darum, die wichtigsten Zufahrtswege zu den land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken an die heutigen Erfordernisse an Ausbaubreite und Belastung anzupassen. Hier sind insbesondere Wege gemeint, die Straßenlücken (auch zwischen einzelnen Gemeinden oder Ortsteilen) schließen, Lagerstätten, Kiesgruben oder ähnliches erschließen oder Wege, die häufig als Umfahrungen von vorhandenen Straßen genutzt werden.

Ziel ist wiederum, ein gemeindeübergreifendes Gesamtkonzept zu entwickeln. Die notwendigen Beschlüsse wurden inzwischen gefasst. Der Auftrag für die Erstellung des Konzeptes wird in den nächsten Tagen erteilt, so dass nun mit der konkreten Planung begonnen werden kann.

ILE Laber schafft GPS-Gerät an

Foto: Bauhofleiter Dirnberger testet das GPS-Gerät zusammen mit dem Ersten Bürgermeister Wellenhofer (von links)

Der Markt Mallersdorf-Pfaffenberg hat gemeinsam mit den anderen 6 Mitgliedsgemeinden der ILE Laber ein GPS-Gerät für 15.000 € angeschafft, wobei der Anteil des Marktes 3.600 € beträgt. Dies kam nun zum ersten Mal in Oberhaselbach zum Einsatz, um den Grenzverlauf zu den privaten Grundstücken bei dem neu zu erstellenden Gehweg festzustellen. Bei dieser Gelegenheit ließ sich Erster Bürgermeister Karl Wellenhofer von Bauhofleiter Josef Dirnberger die Funktionsweise des neuen Geräts erläutern. Auch selbst suchte Wellenhofer einen Grenzstein und war beeindruckt von der relativ einfachen Handhabung des GPS-Gerätes, das eine Fehlerabweichung von max. 3-5 cm aufweist. Künftig wird es immer dann zum Einsatz kommen, wenn für gemeindliche Zwecke Grenzsteine gesucht werden, wodurch die aufwändigen Einmessungen mit Maßband und Meterstab entfallen können. Amtliche Vermessungen müssen aber weiterhin vom Vermessungsamt vorgenommen werden. Bauhofleiter Dirnberger und Bürgermeister Wellenhofer erwarten sich künftig eine Arbeitserleichterung durch das neue Vermessungsgerät.

Antrag der ILE Laber auf Erweiterung der Fahrtzeiten der Gäubodenbahn am Wochenende

Die Stadt Geiselhöring und die ILE Laber haben bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft einen Antrag gestellt, die Fahrtzeiten der Gäubodenbahn in Richtung Neufahrn an Wochenenden zu erweitern. Die Strecke von Straubing nach Bogen hat bereits eine Verbindung am Samstag spätabends um 00.38 Uhr (letzter Zug).

Begründet wurde dies damit, dass den Jugendlichen im Labertal die Möglichkeit eröffnet werden soll, am Straubinger Nachtleben teilzuhaben. Die Gäubodenbahn ist für das Labertal eine wichtige Infrastruktureinrichtung, die es zu erhalten, weiterzuentwickeln und attraktiv zu gestalten gilt.

Der Leiter der Gäubodenbahn, Herr Stiebler, signalisierte in einem Gespräch eine grundsätzliche Bereitschaft, dies umzusetzen. Der Antrag sei jedoch bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft zu stellen, was hiermit geschehen ist.